Gewitter Torte mit knusprigem Baiser und Sauerkirschen

Hast du schon mal von der legendären Gewitter Torte gehört? Wenn nicht, dann wird es aber höchste Zeit, denn dieser Kuchen ist bei uns in der Familie der absolute Renner auf jeder Geburtstagsparty. Die Kombination aus den säuerlichen Sauerkirschen, dem süßen, knusprigen Baiser und der herrlich cremigen Füllung mit Schmand ist einfach unschlagbar. Ich weiß noch genau, wie ich das erste Mal versucht habe, diesen Kuchen zu backen und meine ganze Küche danach aussah, als hätte ein echtes Gewitter gewütet. Aber keine Sorge, mit diesem Rezept passiert dir das sicher nicht, denn es ist eigentlich total unkompliziert und macht richtig was her.

Ein Klassiker für jeden Kaffeeklatsch

Dieser Kuchen ist wirklich etwas Besonderes und sieht durch die unebene Oberfläche vom Baiser immer ein bishen wild aus, was ja auch den Namen erklärt. Meine Freundin Steffi fragt mich jedes Mal nach dem Rezept, wenn sie zu Besuch kommt, weil sie die Mischung aus Knusper und Creme so liebt. Es ist kein gewöhnlicher Rührkuchen, sondern eine Schichttorte, die trotzdem bodenständig bleibt und nicht zu abgehoben wirkt. Man kann sie super vorbereiten, was ja immer ein Riesenvorteil ist, wenn man Gäste erwartet und nicht den ganzen Tag in der Küche stehen will. Die Mandeln auf der Oberseite geben dem Ganzen dann noch den perfekten Biss und ein tolles Aroma beim Backen.

Die Liste der Zutaten

Hier findest du alles, was du für deine Gewitter Torte einkaufen musst, damit am Backtag auch wirklich nichts fehlt. Ich hab’s dir übersichtlich aufgeschrieben, damit du im Supermarkt nicht den Überblick verlierst.

Für den Rührteigboden

  • 120 g weiche Butter oder Margarine
  • 120 g Zucker
  • 1 Btl Vanillinzucker
  • 4 Eigelb (Grösse M)
  • 160 g Mehl
  • 2 TL Backpulver

Für den Baiserbelag

  • 4 Eiweiß
  • 120 g Zucker
  • 120 g gehobelte Mandeln

Für die Füllung

  • 1 Glas Sauerkirschen
  • 1 Packung Sahnesteif
  • 3 Becher Schmand
  • 2 Btl Dr. Oetker Paradiescreme Vanille
  • 120 ml Milch
  • 2 Becher Sahne
  • 2 Btl. Vanillinzucker
  • 2 Btl Sahnesteif

Tassen-Umrechnungstabelle

  • 1 Tasse Mehl = ca. 120 g
  • 1 Tasse Zucker = ca. 200 g
  • 1 Tasse Butter = ca. 225 g
  • 1 Unze = ca. 28 g
  • 1 Tasse Flüssigkeit = ca. 240 ml

Schritt für Schritt Anleitung

Jetzt geht es ans Eingemachte und wir zaubern zusammen dieses Prachtstück von einer Torte. Halte dich einfach an die Reihenfolge, dann kann eigentlich gar nichts schiefgehen.

  1. Lasse zunächst die Sauerkirschen in einem Sieb gut abtropfen.
  2. Schlage die weiche Butter oder Margarine mit dem Zucker in einer Schüssel richtig schön schaumig.
  3. Trenne die Eier vorsichtig und gib die Eigelbe in eine Schüssel, während du das Eiweiß auf zwei Gefäße aufteilst.
  4. Rühre die Eigelbe nach und nach unter die Butter-Zucker-Mischung.
  5. Siebe das Mehl zusammen mit dem Backpulver über die Creme und rühre alles kurz aber gründlich unter.
  6. Fette den Boden einer 26er Springform ein und verteile die Häflte des Rührteiges gleichmäßig darauf.
  7. Schlage zwei Eiweiß mit 70 g Zucker sehr steif und streiche den Schnee auf den Teig in der Form.
  8. Verteile die Häflte der Mandeln (ca. 60 g) auf dem Eischnee.
  9. Backe den Boden im vorgeheizten Ofen bei ca. 160 Grad Heißluft für etwa 30-35 Minuten.
  10. Löse den Boden vorsichtig aus der Form und lasse ihn auf einem Backpapier auf einem Rost komplett auskühlen.
  11. Bereite den zweiten Boden aus dem restlichen Teig, Eiweiß, Zucker und den restlichen Mandeln genau wie den ersten zu.
  12. Bestreue einen der kalten Böden mit einem Beutel Sahnesteif und verteile die abgetropften Sauerkirschen darauf.
  13. Verrühre den Schmand mit der Milch und dem Pulver der Paradiescreme zu einer glatten Masse.
  14. Streiche diese Vanille-Schmand-Masse vorsichtig über die Kirschen.
  15. Schlage die Sahne mit dem Vanillinzucker und dem restlichen Sahnesteif fest auf.
  16. Verteile die Sahne gleichmäßig auf der Schmand-Schicht.
  17. Setze den zweiten Boden als Deckel oben auf die Torte.

Der knusprige Belag gelingt

Das Geheimnis einer guten Gewitter Torte ist definitiv der Baiser. Er muss oben schön fest und leicht gebräunt sein, damit er diesen typischen Kontrast zur weichen Füllung bildet. Wenn du das Eiweiß schlägst, achte unbedingt darauf, dass die Schüssel absolut fettfrei ist, sonst wird das Ganze nicht steif genug. Ich hab’s mal mit einer Schüssel probiert, die nicht ganz sauber war und das war ein totales Desaster. Der Zucker muss langsam einrieseln, damit sich alles gut verbindet und eine glänzende Masse entsteht. Die Mandeln obendrauf rösten im Ofen leicht an und das duftet dann so herrlich in der ganzen Wohnung.

Tipps für den Eischnee

Damit der Eischnee wirklich steht wie eine Eins, kannst du eine Prise Salz dazugeben. Das hilft der Struktur ungemein. Wichtig ist auch, dass du den Baiser erst kurz vor dem Backen auf den Teig streichst, damit er nicht wieder zusammenfällt. Wenn die Mandeln zu schnell dunkel werden, kannst du den Kuchen im Ofen einfach mit etwas Alufolie abdecken. So bleibt alles perfekt.

Die richtige Backtemperatur

Jeder Ofen backt ja ein bisschen anders, deshalb solltest du nach 25 Minuten mal einen Blick riskieren. Die Gewitter Torte mag es nicht zu heiß, sonst verbrennt der Zucker im Eischnee, bevor der Teig unten durch ist. 160 Grad Heißluft ist meistens ein guter Richtwert. Wenn du Ober- und Unterhitze nutzt, nimm lieber 180 Grad.

Die cremige Füllung vorbereiten

Die Füllung ist das Herzstück und macht die Torte so richtig saftig. Durch den Schmand bekommt die Creme eine ganz leichte Säure, die perfekt zu der süßen Paradiescreme passt. Ich finde es immer faszinierend, wie schnell diese Creme fest wird, ohne dass man ewig rühren muss. Die Sauerkirschen sollten wirklich gut abgetropft sein, damit der Boden nicht durchweicht. Ein kleiner Trick von mir ist, die Kirschen vorher auf Küchenpapier zu legen. So verhinderst du, dass die rote Flüssigkeit die schöne weiße Sahne verfärbt. Das Auge isst ja schließlich mit.

Schmand richtig verarbeiten

Achte darauf, dass der Schmand nicht direkt aus dem Kühlschrank kommt, wenn du ihn mit der Milch verrührst. Wenn er Zimmertemperatur hat, verbindet er sich viel besser mit der Paradiescreme und es gibt keine Klümpchen. Die Masse sollte schön dickflüssig sein, damit sie auf den Sauerkirschen bleibt und nicht an den Seiten wegläuft.

Sahne steif schlagen

Die Sahne muss natürlich eiskalt sein, damit sie richtig fest wird. Ich nehme immer zwei Beutel Sahnesteif, damit die Gewitter Torte auch nach ein paar Stunden auf der Kaffeetafel noch ihre Form behält. Wenn du magst, kannst du auch noch einen Spritzer Zitronensaft in die Sahne geben. Das gibt eine extra frische Note, die super zu den Mandeln passt.

Kleine Pannen beim Backen

Mir ist es auch schon passiert, dass mir ein Boden beim Rausnehmen zerbrochen ist. Das ist aber gar kein Weltuntergang, ehrlich! Da man den einen Boden sowieso oben drauflegt und der Baiser durch die Mandeln eh uneben ist, sieht man kleine Risse später kaum noch. Man kann die Stücke einfach wie ein Puzzle wieder zusammensetzen. Die Creme hält am Ende alles zusammen. Einmal habe ich sogar vergessen, die Kirschen abtropfen zu lassen und die Torte war am nächsten Tag eher eine Suppe. Aber geschmeckt hat sie trotzdem allen. Man lernt ja aus seinen Fehlern.

Wenn der Teig klebt

Falls der Rührteig zu fest ist, gib einfach einen Schluck Milch dazu. Er sollte sich gut verstreichen lassen, aber nicht fließen. Da die Menge für zwei Böden reichen muss, teile ich ihn mir immer vorher in zwei Schüsseln auf. So gehe ich sicher, dass beide Schichten der Gewitter Torte gleich dick werden.

Rettung für den Baiser

Sollte der Baiser nach dem Backen etwas klebrig sein, liegt das oft an der Luftfeuchtigkeit. Das macht aber gar nichts, denn sobald die Torte im Kühlschrank steht, zieht alles noch mal schön durch. Die Kombination aus dem knusprigen Deckel und den weichen Sauerkirschen ist einfach das Beste.

Die Torte richtig servieren

Am besten schmeckt die Gewitter Torte, wenn sie ein paar Stunden im Kühlschrank ziehen konnte. Dann verbinden sich die Aromen von den Sauerkirschen und dem Schmand so richtig schön. Ich bereite sie oft schon am Vorabend vor, dann habe ich am Tag der Feier keinen Stress mehr. Zum Schneiden nimmst du am besten ein scharfes Messer, das du zwischendurch kurz in heißes Wasser tauchst. So gleitest du sauber durch den Baiser und die Sahne, ohne alles zu zerdrücken. Deine Gäste werden Augen machen, wenn sie dieses Prachtstück sehen.

Dekoration und Beilagen

Eigentlich braucht diese Torte gar keine Deko mehr, weil die Mandeln schon so toll aussehen. Aber ein paar frische Minzblätter oder ein Klecks extra Sahne auf dem Teller schaden nie. Manche streuen auch noch ein wenig Puderzucker drüber, aber ich finde, sie ist süß genug.

Lagerung im Kühlschrank

Falls tatsächlich mal etwas übrig bleibt, was bei uns selten vorkommt, hält sich die Torte gut zwei bis drei Tage im Kühlschrank. Deck sie aber locker ab, damit der Baiser nicht zu viel Feuchtigkeit zieht und matschig wird. So bleibt der Genuss auch am nächsten Tag noch perfekt. Viel Spaß beim Nachbacken und Genießen!

Gewitter Torte

Gewitter Torte
Prep30 min
Cook45 min
CalsSee Label
Yield8-10 Portionen

Beschreibung

Ein Klassiker für jeden Kaffeeklatsch. Die Kombination aus säuerlichen Sauerkirschen, süßem Baiser und cremiger Füllung ist unschlagbar.

Küche: Deutsch Kategorie: Kuchen Rezepte Autor: Sophie

Zutaten

  • 120 g weiche Butter oder Margarine
  • 120 g Zucker
  • 1 Btl Vanillinzucker
  • 4 Eigelb (Grösse M)
  • 160 g Mehl
  • 2 TL Backpulver
  • 4 Eiweiß
  • 120 g Zucker
  • 120 g gehobelte Mandeln
  • 1 Glas Sauerkirschen
  • 1 Packung Sahnesteif
  • 3 Becher Schmand
  • 2 Btl Dr. Oetker Paradiescreme Vanille
  • 120 ml Milch
  • 2 Becher Sahne
  • 2 Btl Vanillinzucker
  • 2 Btl Sahnesteif

Zubereitung

  1. Lasse zunächst die Sauerkirschen in einem Sieb gut abtropfen.
  2. Schlage die weiche Butter oder Margarine mit dem Zucker in einer Schüssel schaumig.
  3. Trenne die Eier und gib die Eigelbe in eine Schüssel, das Eiweiß auf zwei Gefäße.
  4. Rühre die Eigelbe nach und nach unter die Butter-Zucker-Mischung.
  5. Siebe das Mehl mit dem Backpulver über die Creme und rühre alles gründlich unter.
  6. Fette den Boden einer 26er Springform ein und verteile die Hälfte des Rührteiges darauf.
  7. Schlage zwei Eiweiß mit 70 g Zucker steif und streiche den Schnee auf den Teig.
  8. Verteile die Hälfte der Mandeln auf dem Eischnee.
  9. Backe den Boden im vorgeheizten Ofen bei 160 Grad Heißluft für 30-35 Minuten.
  10. Löse den Boden aus der Form und lasse ihn auf einem Rost auskühlen.
  11. Bereite den zweiten Boden aus dem restlichen Teig, Eiweiß, Zucker und Mandeln zu.
  12. Bestreue einen kalten Boden mit Sahnesteif und verteile die abgetropften Sauerkirschen.
  13. Verrühre den Schmand mit der Milch und dem Pulver der Paradiescreme zu einer glatten Masse.
  14. Streiche die Vanille-Schmand-Masse vorsichtig über die Kirschen.
  15. Schlage die Sahne mit dem Vanillinzucker und dem restlichen Sahnesteif fest auf.
  16. Verteile die Sahne gleichmäßig auf der Schmand-Schicht.
  17. Setze den zweiten Boden als Deckel oben auf die Torte.

Nährwertangaben (pro Portion Schätzung)

    0 Shares
    Share
    Pin
    Tweet