Hast du auch diese eine Erinnerung an früher, wo es im Sommer immer diesen einen Kuchen gab, der so richtig nach Ferien geschmeckt hat? Bei mir war das definitiv der Johannisbeerkuchen, den meine Oma immer gemacht hat, wenn die Sträucher im Garten fast unter der Last der roten Beeren zusammengebrochen sind. Es gibt doch nichts Besseres als diese Mischung aus süß und sauer, oder? Dieser Kuchen ist für mich der Inbegriff von Sommer und Gemütlichkeit. Ich habe das Rezept ein bishen angepasst, damit es schneller geht, aber der Geschmack ist genau wie damals geblieben. Wenn du also Lust auf eine fruchtige Erfrischung hast, dann bist du hier genau richtig, denn wir backen heute zusammen.
Ein fluffiger Boden für die Beeren
Der Kern von diesem Rezept ist ein richtig schöner Biskuit mit Quark, der die Basis für alles bildet. Ich liebe Biskuitteig, weil er so leicht und luftig ist, fast wie eine kleine Wolke auf dem Teller. Manchmal hab ich aber Pech und der Boden wird zu trocken, aber durch die Marmelade, die wir später draufschmieren, bleibt alles schön saftig. Ein guter Boden ist das A und O. Ohne den geht gar nichts. Ich nehme für den Teig immer frische Eier vom Markt, weil ich finde, dass man das einfach schmeckt. Der Kakao im Teig gibt dem Ganzen eine herbe Note, die perfekt zu den sauren Johannisbeeren passt. Es ist ein echtes Zusammenspiel der Aromen.
Die richtige Konsistenz beim Biskuit
Damit der Boden gelingt, musst du die Eier wirklich gut trennen. Wenn auch nur ein Tropfen Eigelb im Eiweiß landet, wird das nichts mit dem Schnee. Das ist mir neulich erst passiert und ich musste nochmal von vorne anfangen, was echt nervig war. Aber hey, aus Fehlern lernt man ja bekanntlich am meisten. Der Eischnee muss so fest sein, dass du die Schüssel über den Kopf halten kannst. Traust du dich das? Es macht auf jeden Fall Spaß und gibt dem Teig die nötige Luftigkeit. Wenn der Teig dann im Ofen ist, duftet die ganze Küche nach Schokolade und Vorfreude.
Alles was du zum Backen brauchst
Hier habe ich dir mal alles aufgeschrieben, was du für diesen leckeren Johannisbeerkuchen in deiner Küche zusammensuchen musst. Es sind eigentlich ganz einfache Sachen, die man oft sowieso schon daheim hat.
Für den Teig
- 3 Eier
- 3 Esslöffel Zucker
- 3 Esslöffel Mehl
- 1 Teelöffel Backpulver
- 3 Esslöffel Wasser
- 1-2 Esslöffel Kakao
Für die Johannisbeerfüllung
- 200-300 g Johannisbeeren
- 1 Pck. Goldener Kolben oder Puddingpulver
- Rohrzucker nach Geschmack
- 400 ml Wasser
- Marmelade (zum Bestreichen)
Für die Käsefüllung
- 250 g Quark
- 250 ml Schlagsahne
- 100-150 g Puderzucker
- 1 Pck. Vanillezucker
- 1 Pck. Dr. Oetker Gelatinehärter
Für die Dekoration
- Geschmolzene Schokolade
So gelingt die fruchtige Schicht
Jetzt kommen wir zum Herzstück, nämlich der Beerenfüllung. Ein Schneller Beerenkuchen muss natürlich auch eine Füllung haben, die nicht ewig dauert. Die Johannisbeeren geben dem Kuchen diese tolle rote Farbe und den Frischekick. Ich benutze am liebsten die roten, aber du kannst auch schwarze nehmen, wenn du es herber magst. Meine Freundin Sabine sagt immer, dass die schwarzen Beeren noch viel gesünder sind. Aber mir geht’s hier primär um den Geschmack und die Optik. Die Beeren werden mit einem Puddingpulver angedickt, was eine tolle Konsistenz ergibt. Es ist fast wie ein kleiner Wackelpudding, nur viel besser und mit echten Früchten drin.
Die Beeren richtig vorbereiten
Bevor die Beeren in den Topf wandern, müssen sie natürlich gewaschen werden. Das ist immer ein bishen Arbeit, die Stiele abzumachen, aber es lohnt sich total. Ich mache das meistens abends vor dem Fernseher, dann merkt man die Zeit gar nicht so. Wenn du die Beeren dann mit dem Zucker vermischst, fangen sie schon an, ihren Saft abzugeben. Das riecht so herrlich frisch. Achte darauf, dass die Masse schön dickflüssig wird, damit sie auf dem Kuchen nicht wegläuft. Nichts ist schlimmer als ein Kuchen, der auf dem Teller auseinanderfällt. Das wollen wir ja vermeiden.
Schritt für Schritt zum Glück
Damit bei dir in der Küche auch alles glatt läuft, habe ich hier die Anleitung ganz kurz und knackig zusammengefasst. Halte dich einfach an die Reihenfolge, dann kann eigentlich schiefgehen.
- Trenne die Eier sorgfältig in Eigelb und Eiweiß.
- Schlage das Eiweiß mit dem Zucker steif.
- Mixe das Eigelb mit dem Wasser schaumig.
- Hebe das Mehl, Backpulver und den Kakao vorsichtig unter die Eimasse.
- Backe den Teig in einer gefetteten Form bei 180 Grad im Ofen.
- Bestreiche den abgekühlten Boden großzügig mit Marmelade.
- Koche die Johannisbeeren mit Wasser, Rohrzucker und dem Puddingpulver auf.
- Verteile die heiße Beerenmasse gleichmäßig auf dem Boden und lass sie abkühlen.
- Schlage die Schlagsahne steif und verrühre den Quark mit Puderzucker und Vanillezucker.
- Mische den Gelatinehärter unter die Quarkmasse und hebe die Sahne unter.
- Streiche die Käsefüllung auf die fest gewordene Beerenschicht.
- Dekoriere den Kuchen mit der geschmolzenen Schokolade in schönen Mustern.
Die cremige Haube obendrauf
Was wäre ein Johannisbeerkuchen ohne eine ordentliche Schicht Creme? Die Käsefüllung macht das Ganze erst so richtig rund. Wir nehmen hier Quark und Sahne, was eine super Kombination ist. Es ist nicht zu schwer, aber trotzdem schön cremig. So cremig, dass man am liebsten die ganze Schüssel ausschlecken möchte. Das mache ich übrigens immer noch, auch wenn ich schon erwachsen bin. Der Gelatinehärter sorgt dafür, dass die Creme auch nach dem Anschneiden stehen bleibt. Das ist wichtig, wenn du Johannisbeer-Quark-Schnitten servieren willst, die auch optisch was hermachen sollen.
Tipps für die perfekte Creme
Beim Unterheben der Sahne musst du vorsichtig sein. Nicht zu wild rühren, sonst geht die ganze Luft wieder raus. Wir wollen ja eine fluffige Masse haben. Ich nehme dafür immer einen Teigschaber. Wenn du den Puderzucker vorher siebst, verhinderst du fiese Klümpchen in der Creme. Das ist ein kleiner Trick, den ich von meiner Mutter gelernt habe. Sie hat immer gesagt, dass Geduld die wichtigste Zutat beim Backen ist. Und sie hatte recht. Die Creme muss sich richtig schön mit der Beerenschicht verbinden, damit jeder Bissen ein Erlebnis ist.
Schokolade und das gewisse Extra
Zum Schluss kommt noch das optische Highlight. Geschmolzene Schokolade! Ich finde, das Auge isst ja immer mit. Du kannst die Schokolade einfach in Streifen über den Kuchen ziehen oder mit einem Zahnstocher kleine Muster machen. Das sieht dann aus wie vom Profi-Konditor. Ich nehme meistens Zartbitterschokolade, weil die einen tollen Kontrast zur süßen Creme bildet. Aber Vollmilch geht natürlich auch, wenn du es lieber süßer magst. Manchmal streue ich auch noch ein paar frische Beeren oben drauf, das sieht dann besonders hübsch aus.
Kreativität beim Verzieren
Lass deiner Fantasie einfach freien Lauf. Es gibt kein Richtig oder Falsch beim Dekorieren. Mein Neffe hilft mir immer dabei und am Ende sieht der Kuchen jedes Mal anders aus. Mal sind es Herzen, mal einfach nur wildes Durcheinander. Aber das ist ja das Schöne am Selbermachen. Es muss nicht perfekt sein, sondern mit Liebe gemacht. Die Schokolade härtet im Kühlschrank dann schön aus und gibt beim Reinbeißen einen leichten Knack. Das ist ein tolles Gefühl im Mund.
Warten fällt manchmal schwer
Der schwierigste Teil an diesem Rezept ist eigentlich das Warten. Der Kuchen muss nämlich in den Kühlschrank, damit alles fest wird. Am besten schmeckt er, wenn er über Nacht durchziehen konnte. Dann haben sich die Aromen so richtig schön vermischt. Ich weiß, es ist hart, wenn man den leckeren Kuchen sieht und nicht sofort probieren darf. Aber glaub mir, es lohnt sich. Wenn du ihn am nächsten Tag anschneidest, hast du perfekte Schichten. Die rote Beerenfüllung und die weiße Creme sehen zusammen einfach toll aus.
Die beste Zeit zum Genießen
Ich serviere den Kuchen am liebsten nachmittags zum Kaffee auf der Terrasse. Wenn die Sonne scheint und man ein kühles Stück Johannisbeerkuchen vor sich hat, ist die Welt doch in Ordnung. Er ist auch super für Geburtstage oder wenn Freunde vorbeikommen. Bisher hat noch jeder nach dem Rezept gefragt. Es ist einfach ein Klassiker, der nie aus der Mode kommt. Probier’s doch mal aus und sag mir, wie er dir geschmeckt hat. Vielleicht wird es ja auch dein neues Lieblingsrezept für den Sommer.
Johannisbeerkuchen

Beschreibung
Ein fluffiger Johannisbeerkuchen, der nach Sommer und Gemütlichkeit schmeckt. Mit Biskuitboden, Johannisbeerfüllung und Käsecreme.
Zutaten
- 3 Eier
- 3 Esslöffel Zucker
- 3 Esslöffel Mehl
- 1 Teelöffel Backpulver
- 3 Esslöffel Wasser
- 1-2 Esslöffel Kakao
- 200-300 g Johannisbeeren
- 1 Pck. Goldener Kolben oder Puddingpulver
- Rohrzucker nach Geschmack
- 400 ml Wasser
- Marmelade
- 250 g Quark
- 250 ml Schlagsahne
- 100-150 g Puderzucker
- 1 Pck. Vanillezucker
- 1 Pck. Dr. Oetker Gelatinehärter
- Geschmolzene Schokolade
Zubereitung
- Trenne die Eier sorgfältig in Eigelb und Eiweiß.
- Schlage das Eiweiß mit dem Zucker steif.
- Mixe das Eigelb mit dem Wasser schaumig.
- Hebe das Mehl, Backpulver und den Kakao vorsichtig unter die Eimasse.
- Backe den Teig in einer gefetteten Form bei 180 Grad im Ofen.
- Bestreiche den abgekühlten Boden großzügig mit Marmelade.
- Koche die Johannisbeeren mit Wasser, Rohrzucker und dem Puddingpulver auf.
- Verteile die heiße Beerenmasse gleichmäßig auf dem Boden und lass sie abkühlen.
- Schlage die Schlagsahne steif und verrühre den Quark mit Puderzucker und Vanillezucker.
- Mische den Gelatinehärter unter die Quarkmasse und hebe die Sahne unter.
- Streiche die Käsefüllung auf die fest gewordene Beerenschicht.
- Dekoriere den Kuchen mit der geschmolzenen Schokolade in schönen Mustern.








